Breakaway Marketingplan (wir nennen ihn Differenzprovision oder Karriereplan)

In diesem Provisionsmodell werden Leistungsstufen eingesetzt. Ein Vertriebspartner muss eine bestimmte Leistung erbringen und kann so die gewünschte Karrierestufe erreichen. Die Anzahl der Karrierestufen kann in jedem Unternehmen unterschiedlich sein. Zum Beispiel kann man mit 5 Karrierestufen plus einige Management-Ebenen darüber kalkulieren.

Je höher die Karrierestufe, desto höher die Provision auf den Eigenumsatz und die mögliche Differenz zu der Provision der persönlichen Partner.

Schauen wir uns einen ganz einfachen Karriereplan mit 5 Ebenen an.

Definitionen

Stufe: laufende Nummer der Karrierestufe.

Titel: die Bezeichnung der Stufe. Jeder Vertrieb hat eigene Bezeichnungen.

Eigenumsatz: Umsatz mit Bestellungen, die Du persönlich vermittelt hast. Das bedeutet, dass Du in diesen Bestellungen als Vermittler hinterlegt bist.

Gesamtumsatz: Dein persönlicher Umsatz plus der Umsatz Deiner gesamten Gruppe. Mit der Gruppe sind alle Partner aus Deinem Stammbaum gemeint. Du hast selbst Partner rekrutiert, diese Partner haben weitere Partner rekrutiert und so weiter. Dadurch entstand ein Stammbaum. Alle Umsätze, die alle Vertriebspartner in Deinem Stammbaum getätigt haben, gehören zu Deinem Gesamtumsatz (unabhängig von der Stammbaumebene).

Jeder neue Vertriebspartner beginnt mit der niedrigsten Stufe. Das ist in unserem Beispiel die Karrierestufe „Starter“. Sobald ein Vertriebspartner sich registriert, bekommt er automatisch die Karrierestufe 1. Wie Du siehst, sind in den Spalten „Eigenumsatz“ und „Gesamtumsatz“ für diese Karrierestufe keine Bedingungen hinterlegt, die für das Erreichen dieser Stufe erforderlich sind.

In diesem Beispiel bekommst Du als neuer Partner 10% Provision auf die erfolgreich verkauften Produkte des Unternehmens.

In manchen Vertrieben wird die Provision auf der ersten Stufe nicht ausbezahlt, der Partner muss sich zuerst für die Stufe 2 qualifizieren, um provisionsberechtigt zu werden. Unterschiedliche Modelle sind möglich. Das lässt sich in der Software MLM Verwalter mit Einstellungen lösen.

Für das Erreichen einer Karrierestufe sind in diesem Beispiel nur zwei Bedingungen erforderlich:

  • Eigenumsatz in dem vorgegebenen Zeitraum und
  • Gesamtumsatz in dem vorgegebenen Zeitraum.

In der Praxis sind viele weitere Anforderungen möglich. Die Bedingungen für das Erreichen der Karrierestufe ändern nichts an dem Prinzip der Berechnung der Differenzprovision.

In dem Beispiel muss Du mindestens 200 Punkte Eigenumsatz und mindestens 300 Gesamtgruppenumsatz erwirtschaften, um die Karrierestufe 2 zu bekommen.

Wenn Du persönlich 300 Punkte umgesetzt hast, hast Du die Qualifikation für die Karrierestufe 2 erreicht und steigst auf.

Wenn Du persönlich 200 Punkte umgesetzt hast und Deine Vertriebspartner alle zusammen mehr als 100 Punkte erwirtschaftet haben, hast Du ebenfalls die Karrierestufe 2 erreicht.

Wenn Du persönlich weniger als 200 Punkte erreicht hast (z.B. nur 150 Punkte) und Deine Vertriebspartner aus der Gruppe 50.000 Punkte umgesetzt haben, kanns du die höhere Karrierestufe nicht erreichen. Grund: nicht alle hinterlegten Bedingungen sind erfüllt (Eigenumsatz ist zu niedrig).

Obwohl dieser Provisionsplan ganz einfach aufgebaut ist, hat er bestimmte Logik.

Mit der Bedingung, dass Eigenumsatz geschrieben werden muss, erreichen wir, dass jeder Vertriebspartner auch selbst etwas verkauft. Umsatz ist für Dein Unternehmen ausschlaggebend. Wenn alle Partner glauben würden, dass verkaufen nicht notwendig ist und es reichen würde, weitere Vertriebspartner zu rekrutieren, könnte der Umsatz des Unternehmens darunter leiden. Die Bedingung des Eigenumsatzes macht jedem Partner deutlich, dass er persönlich etwas verkaufen muss.

Dadurch, dass die Anforderung von Gesamtumsatz wesentlich höher ist als die Anforderung vom Eigenumsatz, hat der Partner die Motivation, größere Anzahl von weiteren Partnern zu rekrutieren. Auf den höheren Karrierestufen könnte der Eigenumsatz ganz gering angesetzt werden, aber der Gesamtumsatz möglichst hoch, damit ein Partner diesen Gesamtumsatz allein nicht erreichen kann und so zum Rekrutieren von Partner motiviert wird.

Mit diesen zwei einfachen Bedingungen haben wir folgende Ziele erreicht:

  1. der Partner verkauft selbst
  2. und rekrutiert neue Partner, um seine Gruppe aufzubauen.

Provision %: Oft werden für unterschiedliche Produkte unterschiedliche Provisionen ausgezahlt. Provision kann entweder auf den Verkaufspreis oder auf die Einheiten, die den Produkten zugeordnet sind, ausgerechnet werden.

Der höchste Provisionssatz auf der Karrierestufe 5 beträgt 50%. Das ist gleichzeitig die maximale Belastung für das Unternehmen.

Auf der Karrierestufe 1 bekommst ein Vertriebspartner 10% Provision auf den persönlich vermittelten Umsatz. 

Beispiel 1:

Du bist der Vermittler von dem Vertriebspartner mit der Karrierestufe 1 und hast die Karrierestufe 5. In diesem Fall bekommst Du die Differenzprovisionen, die Dir auf der Karrierestufe 5 zusteht: 50% minus die Provision, die Dein Partner bereits erhalten hat.

50% – 10 % = 40%

Du bekommst auf den Umsatz deines Partners (Karrierestufe 1) Differenzprovision in Höhe von 40%.

Steigt der Partner auf die Stufe 2 auf, dann steht ihm auf der Stufe 2 die Provision in Höhe von 20% zu. Du bekommst die Differenz:

50% – 20% = 30%.

Hat Dein persönlicher Partner die gleiche Karrierestufe wie Du, dann gibt es keine Differenz. In diesem Fall bekommst Du keine Provision auf den Umsatz dieses Partners.

Beispiel 2:

Hat Dein persönlicher Partner Karrierestufe 2, bekommt er Provision 20% auf den eigenen Umsatz.

Du hast auch Karrierestufe 2.

20% – 20% = 0%

Wenn Du einen Sponsor mit der Karrierestufe 5 hast, dann wird die Provision für Deinen Sponsor wie folgt ausgerechnet.

Verkäufer Stufe 2: 20%

Du als Sponsor des Verkäufers (Stufe 2): 20% (20% – 20% = 0%). Du bekommst nichts.

Dein Sponsor (Stufe 5):  50%. (50% – 20% = 30%). Dein Sponsor bekommt 30% auf diese Bestellung.

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